CURAsolutions ist das Technikportal für Heime

Mobile Notrufsysteme, motorisierte Gehhilfen oder therapeutische Computerspiele: Sogenannte technische Assistenzprodukte in Alters- und Pflegeheimen sind im Kommen. Kein Wunder, denn das Marktpotenzial ist angesichts der alternden Gesellschaft gross. Allerdings fehlt es vielerorts an Erfahrungen mit solchen Produkten. Deshalb haben CURAVIVA Schweiz und die webways ag CURAsolutions ins Leben gerufen, das Technikportal für Pflegeinstitutionen.

CURAsolutions bietet einen einfachen Überblick über technische Assistenzprodukte in den Kategorien Administration, Beschäftigung, Kommunikation, Mobilität, Orientierung, Pflege & Betreuung sowie Sicherheit. Die Produkte richten sich an drei Hauptnutzergruppen: an die Endnutzer, also an Heimbewohnerinnen und -bewohner, an die Mitarbeitenden und an die Heimleitung. Für Bewohner gibts zum Beispiel spezielle Senioren-Tablets, Gurtlifter entlasten das Pflegepersonal, und diverse Software-Lösungen sind auf die Bedürfnisse der Heimadministration zugeschnitten.

CURAsolutions zeichnet sich durch einen hohen Praxisbezug aus. Deshalb ordnet die Plattform die technischen Assistenzprodukte auch nach Praxisthemen wie Brandschutz, Sturzprävention und Weglauftendenz. Und wer wissen will, in welchen Räumen in einem Alters- und Pflegeheim welche Produkte eingesetzt werden, begibt sich auf einen virtuellen Rundgang. CURAsolutions ist somit ganz auf den Pflege- und Betreuungsalltag in der Schweizer Heimlandschaft ausgerichtet.

Einen Nutzen können technische Assistenzprodukte nur dann haben, wenn sie von den Nutzern akzeptiert werden. Eine von Curaviva Schweiz in Auftrag gegebene Studie hat ergeben, dass Pflegefachpersonen solche Produkte dann als hilfreich wahrnehmen, wenn damit zum Beispiel Routine-, Administrations- oder schwere körperliche Arbeiten vereinfacht werden können. Keine technische Unterstützung wird hingegen bei Pflegehandlungen in direktem Kontakt mit Bewohnerinnen und Bewohnern gewünscht, etwa bei der Essenseingabe oder der Demenzbetreuung. Der Einsatz von Technik darf nicht auf Kosten der menschlichen Beziehungen gehen und soll die Pflege entlasten, nicht ersetzen. Bei technischen Assistenzprodukten stellen sich also auch ethische Fragen. Und die rasante technische Entwicklung – Stichworte Robotik und künstliche Intelligenz – sorgt dafür, dass die Grenzen immer wieder neu ausgelotet werden müssen.